30. Dezember 2011

Nach drei Tagen in Tel Aviv bin ich gestern nach Jerusalem gekommen, wohne in einem kleine Hostel in der Altstadt, gleich hinter dem Jaffator.

Die erste Begegnung am Abend und der Blick auf die Altstadt von der Terrasse des Hostel aus.
   


Erster Gang heute: Vom Jaffator durch die Altstadt zum Damaskustor und dann zur Klagemauer. Die frommen Männer haben nichts dagegen, dass sich die Gojim unter sie mischen; sie beachten die "Gäste" (die Gaffer? Und ich einer von ihnen) gar nicht.

Vor dem Damaskustor dann ein überraschender Kontrapunkt zum frommen Tun: eine kleine Demonstration "Free Palestina". Waren nicht mehr als fünzig junge Leute. Eine fröhliche Demo mit Trommeln, Liedern und Sprechchören.
  

Danach wieder in das orientalische Treiben im Basar. Es gibt alles für den Alltag, Speise, Trank, Kleidung (modische Halstücher und mehr, Granatapfel frisch gepresst.
  

  

Was dem Kölner der Dom sind dem Jerusalemer Araber die Moscheen auf dem Tempelberg. Hier im Gewürzladen:

Als am späten Nachmittag das Schofar-Horn den Shabath ankündigte noch einmal ins Freie (hatte müde in der Herberge die Beine hochgelegt). Dachte, alle eilten nun mit Speisepaketen zum Sabbath-Mal. Mitnichten, Gruppen zogen fröhlich mit Gesang, erst mal nicht erkennbar wohin, durch die Gassen. Ich überließ mich dem Sog und kam wieder zur Klagemauer. Diesmal durfte vor der Mauer nicht fotogarfiert werden (wäre auch extrem indiskret gewesen); nur von der Terasse oberhalb war es möglich. Ein Gottesdienst? Nein, viele: individuell-persönliche, in Gruppen mit rabbbinischer Anleitung, in Gruppen: singend, tanzend, heiter. Vielfältiges, fröhliches Geschehen. Danach ging man dann doch zum Sabbath-Mal.
Am Mittag hatte ich ich auf einer Terrasse am östlichen Rand der Altstadt gespeist. Blick auf den Skopusberg/Öberg. Der war dann Ziel der letzten Wanderung am Abend. Der Aufstieg zu den Moscheen auf dem Tempelberg war nicht möglich. Am Freitag Abend ist er den Muslims vobehalten. An den Eingängen kontrolliert das die israelische Polizei. Vom Skopusberg über den jüdischen Friedhof ein überwältigender Blick auf den Tempelberg und die Stadt.


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